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NUSCHIN JAROLIN

Mediation für Paare in Trennung und Scheidung

Im Zuge einer Trennung treten häufig schwerwiegende und meistens äußerst belastende Konflikte zwischen den Partnern in Trennung auf. Es geht dann ganz plötzlich um den Umgang mit den gemeinsamen Kindern, mit einer gemeinsamen Immobilie, mit Unterhaltsthemen (Trennungs-, nachehelichem und/oder Kindesunterhalt), der Aufteilung des gemeinsamen Hausrats, Zugewinn- oder anderen Vermögensauseinandersetzungen etc.

Der Schmerz, die Enttäuschung und die Wut aufeinander sitzen zu diesem Zeitpunkt einer Trennung noch sehr tief und sind zudem intensiv – trotzdem ist das Paar in Trennung gezwungen, zumindest einige der Themen schnell zu klären – obwohl oft große Unsicherheit auf beiden Seiten in Bezug auf die Positionen herrscht und eine friedliche Klärung unmöglich erscheint.

An dieser Stelle beginnen und eskalieren unüberwindbar erscheinende Differenzen schnell, und oft kommt es über kurz oder lang zum gefürchteten Rosenkrieg. Anwälte werden eingeschaltet, um Sicherheit zu erlangen, und die Dinge nehmen dann leider häufig einen nervenzerreibenden, langwierigen und kostenintensiven Verlauf, an dessen Ende dann das Familiengericht entscheidet. Gewinner gibt es in der Regel nicht – nur Verlierer. Und Verlierer sind nicht einmal nur die beiden Ex-Partner, sondern oft auch die Kinder.

Die Mediation wird zunehmend mehr in Anspruch genommen, um solche destruktiven Verläufe zu vermeiden. Das Mediationsverfahren erfreut sich zunehmend größerer Akzeptanz und wird mittlerweile auch von immer mehr Rechtsanwälten im Familienrecht empfohlen. Sie kann dazu verhelfen, Konflikte auf selbstbestimmte und für beide Seiten fair empfundene Art und Weise zu belegen.

Zur Erklärung des Verfahrens:

Mediation ist ein klar strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eine Konfliktes, bei dem der Mediator als unabhängige, allparteiliche und neutrale dritte Person die Konfliktparteien in ihrem Lösungsprozess begleitet. Die Konfliktparteien versuchen dabei, zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht.

Der Mediator trifft in diesem Prozess keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern ist lediglich für das Verfahren verantwortlich. Ob und in welcher Form ein Mediator selbst überhaupt inhaltliche Lösungsvorschläge macht, ist je nach Ausrichtung der Mediation unterschiedlich.“

Am Ende des Mediationsprozesses steht im Erfolgsfalle eine gemeinsame Vereinbarung, die, solange sie (noch) nicht notariell beurkundet ist, eine rein freiwillige ist. Den Konfliktpartnern steht es dann frei, ihre Vereinbarung in einen rechtsgültigen Vertrag überzuleiten. Selbstverständlich werden in den Prozess bei Bedarf auch Juristen, Steuerfachleute oder weitere fachlich relevanten Berater miteinbezogen.

Im Unterschied zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, in der ein höchstrichterlicher Beschluss über die rechtliche Lage gesprochen wird, erarbeiten sich die Konfliktparteien also eine Vereinbarung, die sich eben nach deren ganz individuellen und jeweiligen Bedürfnissen orientiert, die durchaus auch die emotionale „Gemengelage“ miteinbezieht und damit oft als fairer und selbstbestimmt empfunden wird.

Um noch eine weitere Abgrenzung anzusprechen: Mediation ist keine paartherapeutische Arbeit. Zwar wird in einer der Stufen oft auch die emotionale Seite der Parteien angesprochen und berücksichtigt, jedoch wird an dieser nicht ursächlich „gerüttet“.

Sprechen Sie mich gerne zunächst einmal telefonisch oder per Mail an, wenn Sie eine Mediation in Erwägung ziehen und sich ausführliche Informationen von mir wünschen.