NUSCHIN JAROLIN

Therapie für Narzissmus-Opfer

Was ist ein Narzisst? Woran erkenne ich einen Narzissten?

Wo Sie gerade stehen mögen:

Ein normales Maß an Narzissmus – und das haben die meisten von uns – verursacht in der Regel kein besonderes Leid für unsere Angehörigen oder Freunde. Wir sprechen dann vom „gesunden Narzissmus“.

Sollten Sie sich aber in einer Beziehung mit einem Menschen zunehmend unwohl, unfrei, verstört und sogar ängstlich fühlen, dann kann es gut sein, dass Sie an einen Menschen mit einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung geraten sind. Bei dieser Form des Narzissmus handelt es sich zumeist um einen destruktiven Narzissmus.

Möglicherweise haben Sie erst vor kurzem den entscheidenden Hinweis auf Narzissmus durch eine Freundin, einen Freund oder durch die Recherche im Internet erhalten. Und nun reflektieren Sie Ihre Beziehung und stellen erschreckt fest, dass es sich so langsam entwickelt hat und vor allem: Dass Sie nicht wissen, wie Sie aus der Falle des Narzissten herauskommen können.

Ein paar Fakten zum Narzissmus:

Die American Psychiatric Association legt in ihrer DSM5 die Merkmale fest, nach der eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wird. Mindestens fünf dieser Kriterien müssen für eine Diagnosestellung erfüllt sein. Ich liste Ihnen den gesamten Kriterienkatalog hier einmal auf, damit Sie ein erstes Bild über die typischen Charakterzüge und Verhaltensweisen einer Narzisstischen Persönlichkeit bekommen.

Der Narzisst….

  1. … hat ein grandioses Gefühl der eigenen Wichtigkeit (z. B. übertreibt die eigenen Leistungen und Talente; erwartet, ohne entsprechende Leistungen als überlegen anerkannt zu werden)
  2. … ist stark eingenommen von Fantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz, Schönheit oder idealer Liebe
  3. … glaubt von sich, „besonders“ und einzigartig zu sein und nur von anderen besonderen oder angesehenen Personen (oder Institutionen) verstanden zu werden oder nur mit diesen verkehren zu können
  4. … verlangt nach übermäßiger Bewunderung
  5. … legt ein Anspruchsdenken an den Tag (d. h. übertriebene Erwartungen an eine besonders bevorzugte Behandlung oder automatisches Eingehen auf die eigenen Erwartungen)
  6. … verhält sich in zwischenmenschlichen Beziehungen ausbeuterisch (d. h. zieht Nutzen aus anderen, um die eigenen Ziele zu erreichen)
  7. … zeigt einen Mangel an Empathie: Er ist nicht willens, die Gefühle und Bedürfnisse anderer zu erkennen oder sich mit ihnen zu identifizieren
  8. … ist häufig neidisch auf andere oder glaubt, andere seien neidisch auf ihn/sie
  9. … zeigt arrogante, überhebliche Verhaltensweisen oder Haltungen.

Wie sieht eine Beziehung zu einem Narzissten aus?

  • Auffällig ist, dass der Narzisst keine Kritik verträgt. Wenn er Kritik erfährt, reagiert er gekränkt, beleidigend, wütend oder aggressiv. Narzissten werten andere Menschen meistens ab, erpressen sie emotional oder üben anderweitig Druck auf sie aus.
  • Die Wünsche des Partners werden nicht beachtet. Dem Narzissten fehlt es an der Empathie, die es ermöglichen würde, sich in andere Menschen hineinzuversetzen.
  • Der Partner des Narzissten hat grundsätzlich die alleinige Schuld an Schwierigkeiten oder Dingen, die schief laufen. Durch das Gefühl der scheinbaren Grandiosität sehen sich Narzissten immer im Recht und können keine Fehler zugeben.
  • Partner von Narzissten erleben ein extrem rücksichtsloses Verhalten.
  • Narzissten wirken oft selbstbewusst und charismatisch.
  • Zu Beginn der Beziehung verhalten sie sich oft wie ein „Traumprinz“. Sie tragen ihre Partner geradezu auf Händen, und die Beziehung beginnt geradezu „himmlisch“. Oft findet ein sehr plötzliches und sehr intensives Verlieben statt. Sobald sich der Narzisst aber seines Partners sicher ist, zeigt er sich von seiner anderen, meistens destruktiven Seite. Abwertungen, Demütigungen, Launenhaftigkeit und Aggression gegen den Partner werden zur Regel.
  • Meistens vergehen viele Jahre, bis das Opfer erkennt, dass es sich in einer narzisstischen Partnerschaft befindet. Bis dahin findet es sich oft isoliert von Freunden und Familie wieder und befindet sich in einem Zustand der Verwirrung und Angst, Unsicherheit.
  • Oft stellt sich das Opfer selbst in Frage und glaubt, dass es selbst Schuld an der Situation ist – so, wie es der Narzisst jahrelang hat glauben lassen.
  • Häufig entdeckt das Opfer eher zufällig, in welcher Falle es geraten ist.

Wie komme ich aus der toxischen Beziehung heraus?

Genau das ist das Schwierigste an einer Beziehung mit einem Narzissten. Denn längst scheint sich ein Sucht-Mechanismus eingeschlichen und breit gemacht zu haben – der Ausstieg scheint zunächst einmal so gut wie unmöglich!

Der Weg hinaus aus einer narzisstischen Beziehung braucht Zeit und professionelle Begleitung. Eine Beziehung mit einem Narzissten hinterlässt oft ähnliche Auswirkungen wie Traumata: Schuldgefühle, Ängste, Depressionen, schlechtes Selbstwertgefühl, physische Krankheiten, Suchtprobleme, Schlafstörungen und weitere Probleme.

Auch das Verstehen, wie es dazu kommen konnte, an einen narzisstischen Partner zu geraten, ist ein wichtiges Element der Therapie. ES eröffnet Erkenntnisse über und führt zu einer guten Beziehung zu sich selbst – in Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Ziel der Therapie ist, nicht länger Opfer zu bleiben, sondern das eigene Leben gestärkt und selbstbewusst zu gestalten.

Vereinbaren Sie mit mir ein telefonisches Beratungsgespräch, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie mit einem Narzissten in einer Beziehung sind. Für das Gespräch nehme ich mir 15 Minuten Zeit, das ist für Sie kostenfrei.

Sie können mich zur Terminvereinbarung anrufen, eine Nachricht über mein Kontaktformular senden oder sich einfach hier online einen Termin dafür buchen.